Naturschutzmaßnahmen

Kiebitzinsel – ein Freiraum für die Natur

Der Kiebitz ist eine stark bedrohte Vogelart, die auf feuchten Wiesen und Äckern lebt. Kiebitzinseln bieten diesem Feldvogel Brut- und Nahrungsplätze. Aber auch vielen weiteren Feldvogelarten kommt diese Naturschutzmaßnahme zugute. Die Kiebitzinsel ist ein Freiraum im Acker, der viel bewirken kann.

Bei einer Kiebitzinsel handelt es sich um eine offene Stelle inmitten eines Ackers, auf der kein Saatgut ausgebracht wird. So entstehen in Wintergetreide, im Mais oder in Zuckerrüben Inseln mit niedrigem Bewuchs. Diese sollten mindestens einen halben Hektar (Mais und Zuckerrübe) oder mindestens 1,5 hektar (Wintergetreide) groß sein. Hierfür eignen sich vor allem Flächen mit vernässtem, feuchtem Boden oder die Umgebung von temporär überfluteten Ackernassstellen.

Kiebitzinseln bieten dem stark bedrohten Feldvogel einen Schutzraum, auf dem er brüten, seine Jungen aufziehen und nach Nahrung suchen kann. Sie wirken sich jedoch auch positiv auf andere Tiere wie den Feldhasen aus. Feldlerche, Schwarz- und Braunkehlchen, Grauammer und Flussregenpfeifer profitieren ebenfalls von diesen offenen, vegetationsarmen Flächen auf dem Acker.

Kiebitz-Küken sind Nestflüchter. Nach dem Schlupf wandern die noch nicht flugfähigen Jungen mit ihren Eltern zur Nahrungssuche umher. In der Nähe der Brutplätze sind deshalb geeignete Nahrungsflächen wie beispielsweise Brachflächen, Ackerrandstreifen, Grünlandflächen oder Blühstreifen von entscheidender Bedeutung. Diese sollten nicht direkt an die Kiebitzinsel angrenzen, um zu vermeiden, dass sich Füchse und andere Feinde darin verstecken und die Kiebitze für sie zur leichten Beute werden.

Besonders gut für:

  • Kiebitz

Besonders sinnvoll mit:

  • Pestizidfreie Landwirtschaft
  • Ackerbrache mit Selbstbegrünung
  • Dauerhafte Randstreifen
  • Mehrjährige Blühstreifen – ein Paradies für Insekten
  • Schonzonen in der Feldfrucht

Steckbrief mit Pachtvertragshinweisen

Welche Naturschutzmaßnahme für eine Fläche sinnvoll ist, hängt von den örtlichen Begebenheiten ab. Dazu beraten wir Sie gerne. Im Folgenden können Sie den Steckbrief als PDF herunterladen. Das Dokument enthält auch Hinweise für Pachtverträge, die allgemein beschreiben, wie diese Naturschutzmaßnahme vereinbart werden kann. Dies ersetzt jedoch nicht eine juristische Beratung. Jede Haftung im Zusammenhang mit der Verwendung der Inhalte wird ausgeschlossen.

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